Immer wieder werde ich gefragt: Was hat denn Spiritualität mit Business zu tun? Wie soll das denn zusammengehören? Und ehrlich gesagt, ist diese Fragen gar nicht so einfach zu beantworten. Aber in diesem Newsletter werde ich es tun.

Und weißt du was? Früher war ich als absolut taffe Business-Lady unterwegs. Ich setzte mir ein Ziel und stürzte mich dann in die Umsetzung und war erfolgreich. Immer! Es war fast schon unheimlich.

Heute weiß ich: Ich war auf der rein logischen Ebene unterwegs. Damals war das noch so üblich und Spiritualität war was für Spinner und weltfremde Möchtegerne, die keine Ahnung vom Business hatten. So war das damals. Und es lief prima so.

Bis mir das Leben dann eines Tages einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht hat und ich mit der reinen Logik einfach nicht mehr weiterkam. Egal, was ich auch probierte, welchen Kurs ich auch absolvierte und welche Seminare ich besuchte. Es funktionierte einfach nicht mehr bei mir.

Bestenfalls trat ich auf der Stelle. Aber ein neues Business aufbauen? Den Umsatz steigern? Kunden generieren? Erfolgreich aus der Masse herausleuchten? Vergiss es. Es funktionierte einfach nicht.

Bis ich die Faxen endgültig satt hatte

Und bereit war neue Wege zu gehen. So bin ich auf die Spiritualität gestoßen und war anfangs mehr als skeptisch. Das kannst du mir glauben.

Aber weißt du was? Ich habe gelernt: Spirituell bedeutet nichts anderes als geistig. Es geht um die bewusste Anwendung der geistigen Gesetze. Der Naturgesetze. Diese wirken immer und überall und wir wenden sie immer und überall an. Nur eben leider unbewusst.

Okay, aber da war ich dann aber immer noch nicht weiter. Ich habe diese Gesetze viele Jahre intensiv studiert und bin so zwar schlauer geworden, aber immer noch nicht erfolgreicher. Bis mir endlich ein Licht aufging und mir bewusst wurde: Spiritualität und Business, das ist kein Widerspruch. Sondern das sind die zwei Seiten ein und derselben Medaille.

Die zwei Seiten ein und derselben Medaille

Wenn du ein Geldstück in die Hand nimmst, dann kannst du immer nur eine Seite auf einmal betrachten. Entweder Kopf oder Zahl. Wenn du den Kopf siehst, dann kannst du nicht die Zahl sehen. Betrachtest du die Zahl, dann siehst du nicht den Kopf.

Aber eines gilt immer: Die eine Seite kann nicht ohne die andere Seite sein. Das ist nicht möglich. Das geht einfach nicht. Es gibt keine einseitige Medaille. Sie hat immer beide Seiten.

Deine Erfolgsreise ist wie eine Schiffsreise

Den Aufbau deines Business kannst du super mit einer Schiffsreise vergleichen. Dein Business ist dein Schiff und dein Business-Ziel ist der Hafen zu dem dein Schiff unterwegs ist.

Die logische Business-Ebene

Im Business beschäftigen wir uns zunächst einmal immer mit dem, was wir wollen. Das machen wir auf der logischen Ebene mit der Ratio und das ist auch notwendig. Es ist die Voraussetzung für deinen Erfolg.

  • Wir definieren Ziele und entwickeln eine Strategie für die Umsetzung.
  • Wir definieren den Zielkunden und entwickeln eine Kundengewinnungsstrategie mit der wir diese Zielkunden dann gewinnen wollen.
  • Wir entwickeln Angebote und entwickeln dann eine Strategie, mit der wir diese Angebote an den Mann bzw. die Frau bringen wollen.

Und so weiter und so fort. Alles richtig, alles wichtig, alles gut. Manchmal haben wir auch das große Glück, dass das dann super funktioniert. Aber manchmal funktioniert es eben auch nicht und dann müssen wir in die Tiefe gehen und schauen: Was ist denn da eigentlich los?

Tja, und da findest du dann die Mannschaft. Im Bauch des Schiffes, die auch heute noch nur selten mit einbezogen wird in unseren Planungen und Bestrebungen.

Das ist so als würde der Kapitän ohne Mannschaft aufbrechen oder aber mit der falschen Mannschaft. Denn es ist reine Glückssache wer da im Bauch des Schiffes rumwerkelt.

Und jetzt stell dir einmal vor:

Der Kapitän, das ist dein Selbstbewusstsein, deine Logik, deine Ratio. Er steht auf der Kommandobrücke und gibt die Befehle. Er weiß, wo es hingehen soll.

  • Er kennt das Ziel und er kennt den Zweck der Reise.
  • Er kennt die Route und er kennt die Zwischenstopps.
  • Er verfügt über jede Menge Erfahrungen.
  • Er hat den Überblick und beobachtet und analysiert alles, was da geschieht.
  • Er trifft die entsprechenden Entscheidungen und gibt diese mit entsprechenden Befehle an die Mannschaft weiter.

Aber jetzt wird es meistens haarig

Denn oft stimmen die Ziele der Mannschaftsmitglieder nicht mit den Zielen des Kapitäns überein. Vielleicht hat der Kapitän sie nicht eingeweiht? Sie nicht mit ihnen abgestimmt? Oder er hat einfach nur die ersten drei verfügbaren Leute vom Arbeitsmarkt genommen, weil er schnell aufbrechen wollte?

Und jetzt lass uns doch mal genauer die Mannschaft anschauen

Da gibt es einmal den Ole. Ole kennt sich mit der Maschinerie des Schiffes aus. Er weiß wo welcher Hebel sitzt, hat aber keinerlei Ahnung wann er welchen Hebel wie einsetzen muss. Denn er ist noch gar nicht ganz fertig mit seiner Ausbildung als Schiffsmechaniker und verfügt noch über keinerlei Erfahrung. Klar, dass es hier zu Problemen kommen wird, nicht wahr?

Dann ist da Manfred. Manfred ist begeisterter Rohköstler. Da er aber irgendwie das Geld für seien Äpfel und Möhren verdienen muss, hat er als Schiffskoch angeheuert und ist jetzt dafür zuständig die Mannschaft zu beköstigen. Damit sie fit ist und satt und zufrieden und immer gut arbeiten kann. Nur hat er keinerlei Ahnung vom Kochen. Aber so schwer kann das ja nicht sein, sagt er sich und schmeißt einfach alles Mögliche in einen Topf, rührt es gut um und was dabei herauskommt, ist leider nicht sehr schmackhaft für die anderen. Der Ärger ist hier vorprogrammiert.

Und dann gibt es da noch Birger. Birger ist für das Putzen und In-Ordnung-Halten zuständig. Ein superwichtiger Job, der immer wieder unterschätzt wird. Darum hat der Kapitän einfach den ersten besten genommen, der ihm über den Weg lief. Denn saubermachen kann ja nicht so schlimm sein, oder? Das Problem ist aber, dass Birger leidenschaftlich gerne Computerspiele spielt und ständig darüber grübelt wie er das nächsthöhere Level erreichen kann. So ist er beim Saubermachen und In-Ordnung-Halten mit dem Kopf bei seinem aktuellen Spielstatus und der damit verbundenen aktuellen Herausforderung. Du kannst dir sicher vorstellen, wie es bald auf dem Schiff aussehen wird, nicht wahr?

Jetzt denkst du sicher, dass ich übertreibe?

Ich kann dir versichern, das tue ich keinesfalls. Aber um es noch besser zu veranschaulichen, setze ich es einmal in Bezug zu einer Erfahrung in meinem Mentoring-Alltag.

Vor kurzem kam ein junger Mann auf mich. Er hat als IT-ler in einer großen Firma gearbeitet und ist vor einigen Monaten entlassen worden. Jetzt ist er auf die coole Idee gekommen, dass er sich ja selbstständig machen kann als Online-Coach. Super, da ist er genau richtig bei mir, dachte ich.

Er hatte noch nichts klar definiert. Kein Problem, denn meine Expertise ist es den Roten Faden im Leben meiner Kunden zu finden und daraus ein stimmiges Konzept zu entwickeln. Prima, es konnte also losgehen.

Wir definierten also ein klares Ziel, begannen die Expertise und den Elevator Pitch zu entwickeln. Lief auch alles ganz super.

Dann haben wir uns mit dem Zielkunden beschäftigt und da wurde es schon etwas holprig. Ging aber noch. Erst bei der Entwicklung seines Angebots wurde es wirklich holprig.

Wir gingen also in die Tiefe und schauten, was da los ist. Und da wurde es richtig spannend.

Denn ein Teil von ihm sagte immer wieder:

„Mit dem Online-Marketing bräuchte er sich nicht beschäftigen, er wäre schließlich IT-ler und wüsste wie man die Technik bedient.“

Er konnte einfach nicht verstehen, dass das Wissen um Nutzung der entsprechenden Internet-Tools nicht wirklich was mit Online-Marketing zu tun hat. Das erinnert so ein wenig an Ole, nicht wahr? Der da im Bauch des Schiffes sein Unwesen treiben und der zwar weiß wozu die einzelnen Hebel an der Maschinerie da sind, aber keinerlei Ahnung hat wann er welchen Hebel wie einsetzen muss.

Ein anderer Teil von ihm monierte immer wieder

Und war nicht bereit sich mit dem Zielkunden zu beschäftigen und ihn festzulegen. Denn er will sich schließlich nicht eingrenzen. Er will für alle da sein und findet es diskriminierend einen Teil der Menschheit von seinem supertollen Angebot auszuschließen. (Oh, welches Angebot denn? Soweit waren wir doch noch gar nicht!)

Das erinnert so ein wenig an den rohköstlichen Koch, der alle seine Mitmenschen mit seinem willkürlich zusammengestellten Gebräu beglücken will und sich dann wundert, dass es niemandem schmeckt, nicht wahr?

Und dann kamen wir zum Kernpunkt. Denn es stellte sich heraus, dass er eigentlich gar keinen Bock auf Coachen und Beraten hat und sein Herz im Bereich der IT schlägt.

Das erinnert so ein wenig an Birger, der das Schiff in Ordnung halten soll, mit dem Kopf aber bei seinen Computerspielen ist. Das ist dir sicher aufgefallen, oder?

Jetzt aber Tacheles

Auf den Punkt gebracht, bedeutet all das: Der Kapitän legt das Ziel fest und die Route zum Ziel. Er kümmert sich um alles auf der sachlichen, logischen Ebene. Er sagt was wann umgesetzt werden soll und wie das Ergebnis der Bemühungen ausschauen soll. Dazu muss er wissen, was er will. Damit er klare Befehle geben kann an die Mannschaft.

ABER:

Die Mannschaft im Bauch des Schiffes ist für Umsetzung der Befehle zuständig. Sie sorgt dafür, dass das Schiff sich in Bewegung setzt und auf Kurs bleibt. In genau dem richtigen Maß zu genau der richtigen Zeit. Sie sorgt dafür,

  • Dass alles harmonisch und reibungslos läuft.
  • Dass immer der richtige Hebel zur richtigen Zeit betätigt wird.
  • Dass immer der richtige Schmierstoff an der richtigen Stelle eingesetzt wird.
  • Dass immer alle satt und zufrieden sind und damit umsetzungsbereit.
  • Dass immer alle am selben Strang ziehen und gemeinsam auf das festgelegte Ziel hinarbeiten.

Harmonisch, gleichberechtigt, auf Augenhöhe. Mit gegenseitigem Wohlwollen und Respekt. Damit du sicher die Kurve nimmst und genau da ankommst, wo du hinwillst. Mit Leichtigkeit und mit Freude!

Wenn du Fragen hast oder vor einem konkreten Problem stehst, das du gerne lösen möchtest, dann schreib mir eine Nachricht und lass uns gemeinsam auf deine Situation schauen. Ich bin sicher wir finden heraus, wo der Hase im Pfeffer liegt.

Denn dein Erfolg ist meine Mission!

Deine Petra

 

„Wenn du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“

Antoine de Saint-Exupéry